Reiter Alpe und Stadelhorn (2286 m)

Der westlichste Gebirgsstock der Berchtesgadener Berge, die Reiter Alpe, ist für mich noch nahezu unbekannt. So kam es, dass wir unseren alljährlichen Familienausflug Anfang Oktober zu diesem abgeschiedenen Gebirgsstock unternahmen.

Wir starten also unsere Tour über den Loferer Steig und peilen sogleich die Maybergscharte an. Forstwege, Latschenpfade und letztlich felsige Steige wechseln sich in einer landschaftlich überaus schönen Gegend ab.

Von hier haben wir dann die Qual der Wahl und bei schönem Bergwetter steigen wir auf das kühne Stadelhorn (2286 m). Somit haben wir über einen eleganten Steig gleich das prominenteste Ziel der Gruppe erreicht. Allein sitzen wir am Gipfel, blicken rüber zum Wagendrischlhorn und nach unten in die senkrecht abfallende Südwand des Großen Mühlsturzhorns (bekannt durch Hinterstoisser/Kurz die nach der Durchsteigung in den 1930igern in der Eiger Nordwand dramatisch umkamen. Wilde Hunde!).

Der Abstieg zieht sich ewig durch das Auf und Ab des felsigen Hochplateaus. Das Bier schmeckt dann auf der Neuen Trauensteiner Hütte gleich doppelt so gut und der verdiente Schlaf lässt nicht lange auf sich warten.

Der nächste Tag startet gleich mit Nieselregen. Andere Bergziele erscheinen nun weniger verlockend nach dem Stadelhorn am Vortag. So machen wir uns über den ebenfalls sehr abwechslungsreichen Alpa-Steig auf den Rückweg. Das Auto erreichen wir über herrliche Wiesen mit einem famosen Blick auf die Loferer Steinberge. So viele verlockende Berge …

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