Südafrika 2009

Wenn man für das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum arbeitet, kommt man hin und wieder aus dem Büro raus. In diesem Fall konnte ich Anita bei Ihrer Doktorarbeit bei der Arbeitsgruppe Angewandte Spektroskopie unterstützen. Ihre geologischen Untersuchungen konzentrieren sich auf semiaride Böden und die Möglichkeiten der Hyperspektralen Fernerkundung, auch mit Hinblick auf die zukünftige EnMap-Mission.

Mit Instrumenten bepackt fliegen wir nach Port Elizabeth an der Südküste von Südafrika. Etwa 100 km nördlich davon breitet sich eine interessante Halbwüste aus – die Klein-Karoo. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, konnten wir einige Messungen in Zusammenarbeit mit den ansässigen Farmern durchführen. Wir haben ihnen versprochen die Ergebnisse der Bodenmessungen zuzusenden. Für die unergiebige Landwirtschaft in diesem Bereich sind die Messungen interessant. Derzeit konzentriert sich die Landnutzung hauptsächlich auf die Viehwirtschaft, welche teilweise erheblichen Schaden in der Gegend anrichtet. Die Desertifizierung schreitet voran.

Hin und wieder gönnen wir uns ein paar Tage Freizeit und besuchen die Nationalparks in der Nähe. Der Mountain-Zebra Nationalpark liegt auf einem wundervollen Hochplateau und hat mir besser gefallen, als der Addo-Elephant-Park. Im Addo ist die Vegetation sehr dicht und verdeckt oft die Sicht auf die Umgebung. Glücklicherweise konnten wir zum Sonnenaufgang Löwen in freier Natur sehen.

In der Nähe des Addo liegt eine Aufzuchtstation für Geparden und Löwen. Manche sind so zutraulich, dass man sogar mit ihnen spielen kann. Als der Gepard dann auf mich zugeschlichen kam, elegant und mit gebeugtem Kopf, ist mir schon etwas anders geworden. Aber eigentlich ist es auch nur eine etwas größere Katze und schnurrt sogar so. Nur etwas lauter. Unvergesslich.

Nachdem die Bodenproben ins Labor zur Uni nach Stellenbosch gebracht werden müssen, fahren wir mit dem Mietwagen die Garden Route entlang. Unterwegs machen wir Halt im Tsitsikamma-Nationalpark an der Küste, an einer Straußenfarm und lassen uns natürlich nicht die Weingegend um Stellenbosch entgehen. Auch Kapstadt und das Kap der guten Hoffnung war uns ein Besuch wert bevor wir wieder zurück fliegen.

Ich war von Südafrika positiv überrascht. Es ist ein herrliches Plätzchen Erde wo einiges möglich scheint aber nicht alles so positiv ist wie man denken könnte angesichts der freundlichen Menschen. Die junge Geschichte ist sehr interessant und verändert das Land ständig. Es sollte nicht der letzte Besuch sein. Wer hätte gedacht, dass es bald wieder soweit ist.

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